Remote Audit

Remote Audit Lebensmittelindustrie

 

 

Remote Audit in der Lebensmittelindustrie

Unbestritten ist die Lebensmittelindustrie eine der Branchen, in der ein funktionierendes Qualitätsmanagement ganz besonders wichtig ist. Denn hier geht es nicht nur um den Einsatz von QM zur Effiziensteigerung oder Optimierung von Wirtschaftlichkeit, sondern vor allem auch um die Sicherheit und die Gesundheit der Verbraucher.

Das Aufgabenprofil für QM-Verantwortliche in der Lebensmittelindustrie ist entsprechend umfangreich und anspruchsvoll. Neben Lebensmittelsicherheit geht es auch um die grundsätzliche Lebensmittelhygiene, aber auch interdisziplinär um den richtigen Einsatz von Hilfsmitteln, Maschinen und Produktionsanlagen, die Kontakt zu den Lebensmitteln haben. Es sind also sowohl betriebswirtschaftliche, als auch medizinische sowie technische Kenntnisse von Vorteil oder sogar notwendig.

Dass sich ein großer Teil des Qualitätsmanagements für Lebensmittel im Labor abspielt ist klar, aber der eigentlich wichtigste Punkt ist hier, viel mehr noch als in anderen Branchen, die Dokumentation. Rechtliche Vorgaben, aber auch natürlich Anforderungen von Konsumenten, machen eine absolut durchgehende und klare Dokumentation unumgänglich. Im Bedarfsfall muss einfach alles belegbar sein, es muss in kürzester Zeit nachvollziehbar sein, was wann wo und wie verarbeitet oder vertrieben worden ist. Ansonsten kann dies drastische Folgen für die Produktion oder sogar das ganze Unternehmen haben.

Was sind Remote Audits? Was kosten Remote Audits?

Mit dem Schlagwort Remote Audit bezeichnet man heute die noch relativ junge Auditform, bei der (zumindest teilweise) auf die direkte Anwesenheit eines Auditor vor Ort verzichtet werden kann. Das Audit findet weitestgehend oder vollständig online (remote) mittels geeigneter, technischer Hilfsmittel, etwa beispielsweise einem Laptop oder einem Tablet-PC statt. Auch die Techniken Virtual-Reality und Augmented-Reality (mittels Datenbrillen) erfahren durch das Trendthema "Remote Audit" einen gewaltigen Schub. Remoteaufgaben können erst mittels moderner Datenbrillen ihre volle Stärke ausspielen. Denn häufig folgt eine Implementierung nicht mehr vorgegebenen Mustern, sondern man sucht konkret und individuell nach umsetzbaren Anwendungen. Je mehr Funktionen oder Sensoren eine Datenbrille anbieten kann, desto weitgehender kann auch deren Nutzung erfolgen. Entscheidend ist letztendlich aber auch die verwendete Software. In den einfachsten Ausprägungen können herkömmliche Videokonferenz-Systeme genutzt werden, aber erst durch beispielweise gemeinsame Dokumentenbearbeitung oder Cloud-Lösungen wird eine weitgehende Automatisierung und Optimierung von Prozessen möglich. Je mehr passende Softwarewerkzeuge man einsetzen kann und je besser diese untereinander und mit der eingesetzten Hardware interagieren können, desto schneller lassen sich auch handfeste Optimierungen und somit Einsparpotentiale erzielen, die die anfangs doch sehr hohen Kosten amortisieren können.

Das Hauptziel von Remote Audit ist zunächst einmal die Einsparung von Kosten - in erster Linie Reisekosten und personeller Aufwand. Da keine physische Präsenz des Auditors mehr notwendig ist, fallen viele begleitende Kosten weg. Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungskosten und sonstige personellen Aufwände können eingespart werden.
Aber Remote Audit zielt eben auch viel weiter. Aufwände für notwendige Dokumentation lassen sich etwa durch Automatisierung drastisch senken. Desweiteren kann sich Remote Audit besser in andere, bereits digitalisierte Prozesse einbinden lassen und kann somit an vielen Stellen Synergieeffekte schaffen (z.B. im Bereich KI, automatisierte Regelungstechnik und maschinenunterstütztes Lernen).
Die in der Regel hohen Initialkosten sind aktuell noch ein großes Problem. Zwar sind die Preise für notwendige Hardware in den vergangenen Jahren stark gesunken, aber spezialisierte oder sogar individualisierte Software ist nach wie vor ein großer Kostentreiber. Auch die initial notwendige (häufig externe) Beratungsleistung muss berücksichtigt sein, denn Remote Audit ist eben letztendlich gerade nicht "das Bisherige mit Tablet" sondern nur wirklich effizient, wenn es auch als Gesamtprozess betrachtet und aufgesetzt wird.

Remote Audits in der Lebensmittelindustrie

Remote Audit in der Lebensmittelindustrie kann aus mehreren Gründen sowohl wirtschaftlich als auch qualitätstechnisch betrachtet nachhaltig sinnvoll sein.

  • Wegen strikter Notwendigkeit der Zertifizierung und Auditierung
  • Hohe personelle und finanzielle Aufwände für Qualitätsmanagement senken
  • Viele, komplexe und nebenläufige Prozesse und Workflows (Produktion, Vertrieb, Support, Labor,...)
  • Zusammenspiel vieler Beteiligter
  • Umfangreiche Anforderungen für das Berichtswesen und hoher Dokumentationsaufwand
  • Hoher Kostendruck und Konkurrenzkampf

Mit seinen sehr hohen Lohn- und Sozialkosten ist für Deutschland das Qualitätsmanagement häufig eine der wenigen verfügbaren Stellschrauben für Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Verbesserung von Produkt- und Prozessqualität. Remote Audit in der Lebensmittelindustrie kann hier ein wichtiger Baustein sein, um eine weitestgehend vollständige Digitalisierung und die damit erhofften Effizienzgewinne zu erzielen. Die Verfügbarkeit von vielen geschriebenen Standards macht es sogar in diesem Bereich recht einfach mit geringem Aufwand große Effekte zu erzielen.

Übersicht: Remote Audits - Vorteile und Nachteile

Remote Audits sind aber kein Zaubermittel. Sie sind als ein wichtiger Baustein zur Sicherstellung von Qualität zu betrachten. Zu den vielen Vorteilen gehören unter anderem:

  • Eine verbesserte Auditqualität
  • Die Reduzierung von allgemeinen Auditaufwänden (personell und organisatorisch)
  • Reduzierung der Aufwände für externe Spezialisten
  • Vereinfachung von notwendigen Nachaudits
  • Bessere Nachvollziehbarkeit durch eine geschlossene Dokumentation
  • Automatisierte Korrekturen und Maßnahmen bei festgestellten Problemen durch intelligente Softwaresysteme

Nicht verschweigen darf man aber auch mögliche Nachteile.

  • Vor allem hohe Initialkosten und Einführungsaufwände
  • Notwendige Schulungsaufwände
  • Eventuell Erweiterung der gegebenen Infrastruktur oder der System- und Prozesslandschaft
  • Akzeptanzprobleme bei erfahrenen Mitarbeitern
  • Schnittstellenprobleme zu Zulieferern, Partnern und Kunden

Damit Remote Audit in der Lebensmittelindustrie erfolgreich ist - Remote Audit Beratung und Software von PeRoBa München

Für uns sind Remote Audits ein ganzheitlicher Ansatz und nicht nur die Kombination einiger bereits vorhandener Tools. Wer Remote Audit und Digitalsierung wirklich ernst nimmt und damit in der Lebensmittelindustrie langfristig seine Aufwände reduzieren und Kosten sparen möchte, der kommt nicht um spezialisierte und individualisierbare Lösungen herum.

Wir von der PeRoBa München haben mit unseren praktischen Erfahrungen aus dem Automobilbereich sehr früh damit begonnen eigene Software-Plattformen für Qualitätsmangement zu entwickeln. Unsere Remote Audit Software iVision® ist ein Ergebnis dieser Bemühungen. Die ausgezeichnete (Innovationspreis 2018 - Initiative Mittelstand) Software zeichnet sich durch ihr herstellerunabhängige und flexibel erweiterbare Architektur aus. Sie ist daher auch nicht an bestimmte Geschäftsfelder oder Normen gebunden, sondern lässt sich flexibelst einsetzen - sei es im Maschinenbau, im Handwerk, in der Pflege, in der Finanzwirtschaft oder eben auch in der Lebensmittelindustrie.

Gerne steht Ihnen das Team der PeRoBa® Unternehmensberatung GmbH zur Seite, wenn Sie in diesem Zusammenhang weitere Fragen, oder eine Handlungsempfehlung, erhalten möchten.